Wie sich die Corona-Pandemie auf unsere Leistungen auswirkt

Die Sorge um Gesundheitsgefährdung durch das Covid-19-Virus greift grundsätzlich und in allen Bereichen in unser Leben ein. 
Auch beim Tod. Das Abschiednehmen und die Bestattung wird davon stark verändert.

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen aufzeigen welche Veränderungen im Bereich der Bestattung in den letzten Monaten auf die Angehörigen und die Verstorbenen zukommen.
Vielleicht hilft Ihnen das, einige Fragen zu beantworten. Wenn sie weitere Fragen haben, dann scheuen sie sich nicht uns anzurufen oder uns über die Kontaktseite ihre Frage zu stellen.

Natürlich ist diese Seite nur ein kleiner Ausschnitt und umfasst auch nur die deutlich für die Angehörigen sichtbaren Veränderungen.
Außerdem weise ich auch hier explizit darauf hin, dass sämtliche Veränderungen auf staatlichen Vorgaben beruhen. Diese Vorgaben und Verfügungen zeichnen sie allerdings dadurch aus, dass sie regelmäßig angepasst werden müssen. Daher sehen wir auch in den folgenden Texten davon ab, genauere Angaben über, zum Beispiel, Anzahl der erlaubten Personenrahmen zu geben. Diese genauen Angaben können wir Ihnen auf telefonische Nachfrage tagesaktuell ergänzen. 

 

Wenn ein Mensch mit aktiven SARS-Covid-2-Viren im Blut stirbt, dann gilt diese Person als infektiös und muss entsprechend der Vorgaben durch das Robert-Koch-Institut und basierend auf dem deutschen Infektionsschutzgesetz behandelt werden.
Zum Eigenschutz der Ausführenden müssen diese enstprechende Schutzkleidung tragen. Nach der Versorgung des Verstorbenen und nach dem Ankleiden wird der Verstorbene in einen luftdichten BodyBag eingehüllt und in einem Sarg eingebettet. 

Die Angehörigen können auch bei infektiösen Verstorbenen Abschied von ihrem Menschen nehmen.
Dies geschieht dann in entsprechend geeigneten Räumlichkeiten, ohne Berührung und mit entsprechender Schutzkleidung und Ausrüstung.

Auch ist, wie schon oben genannt, eine hygienische Versorgung und das vollständige Ankleiden der Verstorbenen möglich. 
Bei der Bestattung wird der Sarg zusätzlich versiegelt.
Für eine Erdbestattung gibt es biologisch abbaubare BodyBags. Bei einer Feuerbestattung kann der normale BodyBag im Sarg verbleiben und wird mit zur Kremation überführt.

Ist der Verstorbene richtig versorgt und eingebettet, oder nach der Kremation, dann geht von dem Sarg oder der Urne keine Infektionsgefahr mehr aus und eine Bestattung kann durchgeführt werden.

Die Bestattungen finden seit den ersten Einschränkungen der Corona-Pandemie meistens im Freien statt.
Zeitweise waren Friedhofskapellen auch gänzlich gesperrt.

Auf den Friedhöfen wird dann entweder vor den Kapellen, an dem Grab direkt oder an anderen schönen Plätzen der Sarg oder die Urne aufgebahrt. Persönliche Gegenstände oder Blumenschmuck werden aufgestellt und die Trauergemeinde versammelt sich zum Zeitpunkt der Trauerfeier vor dieser Aufbahrung.

Je nach Ort der Bestattung und nach aktueller gesetzlicher Gefährdungslage wird auch eine Kontaktdatenliste geführt.
Seit der ´Bundesnotbremse´ gibt es auch eine allgemeingültige Höchstgrenze der Personenzahl als Besucher einer Trauerfeier. Wie weit diese Vorgaben zu beachten sind sollte aber im konkreten Fall besprochen werden.

Auf den Friedhöfen gilt während einer Trauerfeier allgemeine Maskenpflicht für alle Besucher. Außerdem gilt das Abstandsgebot zwischen den einzelnen Menschen oder den einzelnen Haushalten.
Die engste Familie gehört meist zu einem Haushalt und kann daher natürlich zusammenstehen.
Der/die Geistliche oder der/die Trauerredner/-in darf während der Ansprache den Mundschutz ausziehen. Um allen Menschen die gesprochenen Worte nahe bringen zu können wird immer eine Mikrofonanlage aufgebaut.
Der Ablauf der Trauerfeier ist unverändert, lediglich beim Weg zum Grab werden die Abstände möglichst eingehalten und das Kreuzen der verschiedenen Wege wird vermieden.
Am Grab selbst steht die nachwurferde oder Blumengrüße. Diese werden aktuell nur noch mit der Hand entnommen, da an dem Griff der Schippe zu viele Keime an einer Stelle gesammelt werden können.
Es steht Desinfektionsmittel immer bereit und wo möglich stehen auch die sanitären Anlagen zum Händewaschen zur Verfügung.

Kondolenzbekundungen am Grab für die engsten Angehörigen sollte es zur jetzigen Zeit nicht mehr geben, denn dann können die Abstände nicht mehr eingehalten werden und es kreuzen sich zu viele Wege.
Wir empfehlen daher, ihre guten Wünsche und lieben Gedanken auf einer Kondolenzkarte niederzuschreiben und beim Eintreffen auf dem Friedhof in den entsprechenden Briefkasten zur werfen oder unserem Personal zu übergeben.

Aktuell werden vermehrt Trauerfeiern im engsten Familienkreis durchgeführt. Das Handling und die Organisation für diese Trauerfeiern ist auch sehr viel einfacher. Viele unserer Kollegen betonen daher auch, dass dies eine Empfehlung wäre. Für die Gestaltung und die Einhaltung der aktuell gültigen Vorgaben und für die Gewährleistung des gegenseitigen Schutzes sind die Bestatter verantwortlich. Wir nehmen diese Verantwortung ernst und gerne an. Wir empfehlen die Trauerfeier in dem Rahmen durchzuführen wie es sich der/die verstorbene gewünscht hat und wie die Angehörigen sich am wohlsten damit fühlen.
Auch mit Einhaltung aller nötigen Vorgaben lassen sich öffentliche Trauerfeiern durchführen und eine Unterstützung der trauernden Angehörigen durch die Masse der wohlwollenden Teilnehmer wird ermöglicht. 

Wenn ein Mensch stirbt, dann ist dieser Tod oft das finale Ereignis einer langen Krankheit oder schrittweisen Verabschieden. Aber auch wenn ein augenscheinlich kerngesunder Mensch aufgrund plötzlicher Geschehnisse oder auch eines Unfalles stirbt, auch dann ist für die Hinterbliebenen das Begreifen des Todes oft nur schwer möglich.
Mit einer persönlichen Abschiednahme am Sarg kann dies ermöglicht werden. Mit dem eigenen `Sehen des Todes` und auch dem wirklichen Ergreifen des kalten Körpers kann dieses Begreifen beginnen.

Uns als Bestatter ist es daher elementar wichtig den Angehörigen diese persönliche Verabschiedung zu ermöglichen. Auch wenn der Sterbeprozess seit langem mitbegleitet wurde, ist es wichtig den toten Körper nochmals zu sehen.

Auch in Zeiten geschlossener Friedhofskapellen und Kontaktbeschränkungen ist diese Verabschiedung genauso wichtig und auch möglich. Wir organisieren die nötigen Vorbereitungen und Vorsichtsmaßnahmen.
Zur Verabschiedung muss ein fester Termin vereinbart werden. Zu diesem Termin kann dann einer bestimmten Anzahl an Menschen der Zutritt zu dem Aufbahrungsraum ermöglicht werden.
Die genaue Anzahl ist abhängig von den aktuellen Vorgaben und der Größe des Raumes, aber es ist immer irgendwie möglich.

Wenn mehr Menschen zur Verabschiedung kommen möchten, als zeitgleich in den Aufbahrungsraum können, dann wir entweder ein größerer Raum ausgewählt oder die Menschen müssen nacheinander und nach entsprechenden Lüftungspausen hineingehen.